#1 RAP-Battle von 1981: „Busy Bee VS. Kool Moe Dee“ & die Battle-Kultur in Deutschland.

gewürfelte_cutz // » Man kann nicht nicht kommunizieren. [P.W.] « 

Das Battle ist bis heute das wichtigste Sub-Elemente in allen Bereichen der HipHop-Kultur – sich mit anderen Messen, ohne die Messer zu wetzen.
Kool Moe Dee aus New York City war der Erste, der 1981 auf der Harlem World Christmas Rappers Convention mit Busy Bee Starski im Wort-Gefecht aufeinander traf. Beide MCs hatten sechs Minuten Zeit Freestyle über verschiedene Instrumentale zu rappen – damals änderte es die Art und Weise wie MCs rappten.

Harlem World Flyer (1981) – #© oldschoolhiphop.com.

Busy Bee war ein Rapper aus der richtigen Oldschool, bei denen es darum ging: welcher MC die Party am Besten rocken konnte. Kool Moe Dee wiederum, Mitglied der Treacherous Three, versuchte genau auf seinen Gegner einzugehen und ihn anzugreifen, anstatt „nur“ mit dem Publikum zu spielen.

1981
Harlem World:
„Busy Bee VS. Kool Moe Dee“


Als HipHop Mitte der Achtziger Jahre in Deutschland ankam, wurde zunächst in englischer Sprache gerappt und in Form des Freestyles. Nachdem verschiedene MCs nach und nach die deutsche Sprache bedienten, setzte Ende der Neunziger Jahre das Label Royal Bunker aus West-Berlin die Messlatte in Sachen Battle-Rap. Ab 2006 gab es „Feuer über Deutschland“, eine dreiteilige DVD-Reihe, und Freestyle-Battles entwickelten sich zu vorgeschriebene „written battles“ – mit ausgefeilten Punchlines und ohne Beat. Dabei ging es „one1one“ zwischen zwei MCs oder gar ganzen Crews gegeneinander:

2001
Mixery-Raw-Deluxe:
„Sha-Karl (Berlin) VS. Dennis (Köln) VS. Mythos (Leipzig)“

2003
Royal Bunker / Beatfabrik:
Wir Batteln Jeden Tour

 

2006
Feuer über Deutschland:
„Team Stuttgart VS. Team Bielefeld“

2007
1on1 Freestyle Battle:
„Fard VS. Shaban“

2013
Rap am Mittwoch:
„Karate Andi VS. Main Moe“

2014
Don’t Let The Label Label You:
„ Rino Mandingo VS. Breeze“

Natürlich gibt es zu den Live-Battles auch noch Internet-Battle-Formate wie das Video-Battle-Turnie #VBT (EST. 2007) und die Reimliga Battle Arena #RBA (EST. 1998) die aber schon aufgrund der fehlenden Live!-Atmosphäre und den wichtigen Auge-um-Auge-Momenten disqualifiziert werden.
Dort traten die Gegner in einem so genannten K.O.-System gegeneinander an, durch den Upload von berappten Audiodateien oder den Austausch und die Kommunikation in einem IRC Channel (#Reimliga), worüber seither über 70.000 Online-Battles ausgetragen wurden.

RBA – Logo.

Du hast das Battle verlorn,
gib‘ mir deine Jacke!

TIME!


» korrespondierend #i got 5 on it:





1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2012 2013 2014 2015 berlin breakdance classic club dailydope ddr derbystarr der digitale flaneur deutschrap dj event feuilleton freestyle hiphop jahmica jam kolumne kultur leipzig live mixtape musik ost platten radio rap review selected TheArtOfTheState vanRAW veranstaltung video vinyl weimar